"Der Westen" Letmathe 24. April 2009, Stefan Janke

 

Kontakt mit Jürgen Drews brachte Einstieg bei Les Humphries Reunion

 

Wenn Moderatorin Carmen Nebel in ihrer nächsten großen ZDF-Show die „Les Humphries Singers Reunion” begrüßt, dann wird vielen Letmathern ein Gesicht in der Gruppe doch sehr bekannt vorkommen.
Denn in der Tat: Der große Blonde, der dann mit seinen international bunt gemixten Sangeskollegen über die Bühne fegt, ist Jay Jay van Hagen - bei uns besser bekannt unter seinem bürgerlichen Namen Jens Justi, der hierzulande zuletzt mit der Oldieband „Die Grafen” auf Tour war.

Jens Justi alias Jay Jay van Hagen beim Rocksommer 2005 im Iserlohner Barendorf. Foto: Wronski/IKZ (IKZ) Jens Justi alias Jay Jay van Hagen beim Rocksommer 2005 im Iserlohner Barendorf. Foto: Wronski/IKZ Seit gut zehn Jahren hat Jens Justi seine berufliche und private Heimat auf Mallorca gefunden. Dort lebt er gemeinsam mit seiner Familie mitten in der Hauptstadt Palma in einer Altstadt-Wohnung und arbeitet an seiner Karriere. Und die entwickelt sich gerade so ganz nach dem Geschmack des 1963 in Letmathe geborenen Sängers. Den neben der „Les Humphries Singers Reunion” starten für Jay Jay Anfang Mai noch zwei weitere exklusive Bühnenproduktionen im Show-Restaurant „Es Fuguero”. „In einer Elvis-Show bin ich für den Chor engagiert, und als Solo-Sänger trete ich in einer 80er-Show auf”, freut sich der 45-Jährige über die interessanten musikalischen Herausforderungen auf der Insel.

Und die gab es in seiner bisherigen Laufbahn schon reichlich. So, als er für Dieter Bohlen einen S.-Oliver-Werbespot, den Titelsong für Ronja Räubertochter in der Balver Höhle oder auf Partys von Franz Beckenbauer und Boris Becker sang. Für seinen Ausflug in die Rockmusik erhielt er sogar einen Preis beim Ruhr-Rock-Festival. Seine künstlerische Vielseitigkeit konnte Jens Justi in seinen gut 30 Bühnenjahren also mehr als einmal beweisen.

Seinen guten und über die Jahre gewachsenen Kontakte zur vielfältigen Musik-Szene auf der Sonneninsel hat es Jens Justi auch zu verdanken, das der Kontakt zu Jürgen Drews und den anderen Sängerinnen und Sängern des Les-Humphries-Revivals zustande kam. „Willi Meyer, der auch das neue Album produziert hat, suchte vor gut zwei Jahren einen Studiosänger, der für eine TV-Produktion „Mama Loo” singen sollte. Die Aufnahmen mit mir gefielen ihm so gut, dass er meinte, ich würde doch bestens in die geplante Reunion der Band passen”, erinnert sich der Sänger. Gefeilt worden war schon längere Zeit an dem Projekt, dessen Idee ursprünglich bei einer Art „Klassentreffen” der „echten” Singers enstanden war. „Mandy Kunze, ein alter Fan der Gruppe, hatte dieses Treffen damals organisiert und den Stein ins Rollen gebracht”, erzählt Jens Justi.

Was zunächst mit ein paar kleineren Fernseh-Auftritten in Spanien begann, schwappte schließlich auch nach Deutschland. Der Pop-Chor war zu Gast im NDR, sang bei der „Ultimativen Chartshow” für Oliver Geissen und seine Zuschauer sowie bei Hugo Egon Balders „Hit-Giganten”. Und damit wurde die TV- und Musikproduktions-Gesellschaft „Maxi Media” auf die Nachfolger des seinerzeit mit 45 Millionen verkauften Platten erfolgreichsten Chores des Welt aufmerksam. „Dann ging alles sehr schnell. Wir sind jetzt beim Plattenlabel Universal unter Vertrag, und Maxi Media kennt zur Zeit nur ein Ziel für uns: Es soll das Comeback des Jahres werden”, sagt Jay Jay van Hagen.

Ach so: Mit „Onkel Jürgen” kommt Jens Justi bestens klar: „Drews ist eigentlich ein ganz konzentriert arbeitender und meist ganz ruhiger Kerl. Es sei denn, er sieht irgendwo eine Kamera. . .”.

 

 

WR-Letmathe Mittwoch, 02. Mai 2007

 

250 Gäste waren im "Oldie-Fieber"
Die "Grafen" mit ihrem Sänger Jens Justi spielten bei der Super-Mai-Nacht-Fete die bekanntesten Hits aus den 50er und 60er Jahren. Foto: Hofbauer
Letmathe. (kat) Partystimmung, tolle Musik und Getränke - da kann man sehr gut in den Mai hineintanzen. Auf diese Weise begrüßten etwa 250 Gäste im Saalbau den Wonnemonat: Sie nahmen an der "Super-Mai-Nacht-Fete", einer Oldienacht im Saalbau, teil.

 

Zunächst heizte die neu gegründete Oldie-Formation "Greyhound Six" um den "Alt-Grafen" Robby Trinn dem Publikum ein, mehr als 90 Minuten lang spielten sie Hits der 50er und 60er auf der Saalbau-Bühne. Über eine Stunde lang sorgte im Anschluss die nach eigenen Angaben wohl dienstälteste Beatband Deutschlands, die 1965 in Iserlohn gegründeten "Grafen" für Stimmung. Die gut gekleideten Herren spielten ebenfalls vor allem Variationen bekannter Hits aus den 50ern und 60ern. Und schließlich trat "Fireball" auf, eine Band, die just an dem Tag ihr 15-jähriges Bühnenjubiläum feierte.

 

 

WR Montag, 14. März 2005

Mit den Grafen auf der "Route 66"

Auch nach 40 Jahren geben die Grafen immer noch ordentlich Gas auf der Bühne. Sänger Jens Justi (li.) und Stefan Breuer (re.) feierten zusammen mit den Bandkollegen ein feines Jubiläumskonzert im Tor 2. (WR-Bild: Jürgen Theobald)

Eilpe. (tn) Die Grafen, eine der dienstältesten Oldie-und Beat-Bands Deutschlands feiern in diesem Jahr ihr 40-jähriges Bandjubiläum. Zusammen mit knapp 100 Fans und Freunden swingten die Grafen am Freitagabend im Eilper Tor 2.

Frisch und munter, keineswegs alt und vergraut, präsentierten sich die Altrocker in der Eilper Kulturstätte. Mit ihrem Repertoire von Chuck Berry Klassikern und Evergreens der Rolling Stones bringen die Grafen ihre Fans seit Jahren in Tanzlaune.

Seit 40 Jahren? Eigentlich nicht. Zwar gründeten sich die Musiker 1965 in der Iserlohner Kneipe Käbbelmann, aber nach nur einem Jahr waren die musikalischen Pläne der Jungs ad acta gelegt. "Danach war erst mal tote Hose", berichtet Gitarist und dienstältestes Bandmitglied Helmut Wockelmann. Bis 1987 dann, mit dem starken Aufflackern der Oldiewelle, kam es zur Reunion der Musiker.

Personell deutlich verjüngt feierten die Grafen nun ihre erfolgreichste Zeit. "Wir haben mit Dave Dee, Marmelade und Hot Chocolate zusammengespielt", erinnert sich Wockelmann an die bleibendsten Eindrücke. Aber auch intimere Auftritte wie Oldie-Nächte in der Hagener Stadthalle sind dem Gitaristen noch in guter Erinnerung.

Daher verwundert es auch nicht, dass sich die Grafen das Tor 2 für ihr "Jubiläum" ausgesucht haben. Nach verhaltenem Beginn wurden die Tanzbeine der Gäste mit zunehmender Spieldauer immer munterer, und am Ende swingte jede Menge Oldie-Freunde zu den Beats des Sextetts. "Wir bringen die Leute immer wieder zum Tanzen", strahlte Wockelmann über den gelungenen Abend.

Dass mit Robby Trinn an der Mundharmonika nur noch ein Mitglied der "ursprünglichen" Band auf der Bühne stand und das auch nur als Gast, tat der guten Stimmung unter den Gästen keinen Abbruch.

 

Ein „fürstlich“-fröhliches Frühstück:
Gäste riß es von den Sitzen

 

Hagen (eire) ,,Wer hätte gedacht, daß unsere Gäste während des piccolo-Frühstücks auch das Tanzbein schwingen wollen", freute sich ein staunender Otto Marscheider am vergangenen Sonntag beim allmonatlichen musikalischen ,,Schlemmen" im TOR 2 Tatsächlich war es den ,Grafen" als erster Band gelungen, die Frühstücks-Gemeinde  auf  eine kleine schnell geschaffene Tanzfläche vor die Bühne zu locken. wo sie ihre gerade frischerworbenen Kalorien gleich wieder „abrockten“. Bis zur Pause nahm das Frühstück seinen gewohnten sonntäglichen Verlauf. Das Publikum labte sich an den Leckereien, die am Buffet  aufgebaut  waren  und lauschte den Songs der Oldie-Band aus dem Sauerland. Mit einer pyrotechnischen Einlage traten die Grafen zur zweiten Runde an und stürmten gleich los mit Van Morrisons „Wild Thing“ und ,,Keep On Running“. Das Publikum schob Tische und Stühle beiseite und sorgte für ein Novum, das es in der mittlerweile schon einjährigen Geschichte des ,,piccolos" noch nie gab. Die Gäste rockten ab und stimmten lautstark in die Songs der Sixties ein.

„Die Grafen“, die schon Mitte der 60er Jahre mit den legendären ,,Lords" durch das Sauerland zogen, haben auch bei ihrem Auftritt in der Kult(ur)fabrik gezeigt, daß sie mit dem Publikum umzugehen verstehen. Jens Justi überzeugte durch seine erstklassige Stimme und heizte den Frühstücklern ordentlich ein. Die selbsternannten Aristokraten hatten ihren fürstlichen Spaß und hielten ihre Fans mit Songs von den Stones, Beatels, und Kinks auf den Tanzbeinen. Selbst als sie um ,,High Noon" herum zu einem Schwoof aufspielten, wichen die Begeisterten nicht. Nach drei Stunden hervorragender Musik und etlichen Zugaben  durften  die  Grafen schließlich die Bühne räumen.
Genau ein Jahr nachdem Otto Marscheider und der wochenkurier zum ersten Mal zum piccolo-Frühstück mit Musik ins TOR 2 geladen hatten, hat die morgendliche Veranstaltung nichts an ihrer Beliebtheit eingebüßt. Zum wiederholten Male zierte die schwere Eisentür ein Zettel. mit der Aufschrift ,,ausverkauft". - „Wenn ich bedenke, daß ich eigentlich nur mit vier, fünf Veranstaltungen dieser Art gerechnet habe...“, lacht Otto Marscheider.

 

 

 

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