Hagener Wochenkurier 17.11. 2010

Drei Bands, super Stimmung und Wahnsinnslaune

Hagen. "Es war der reine Wahnsinn", kommentierte Helmut Wockelmann den Besucher-Zustrom zu seiner Oldie Night im Autohaus am letzten Samstag, die der Grafen-Gittarist in diesem Jahr zum zweiten Mal organisiert hatte.

Bei strömenden Regen ließen sich Hunderte von Menschen nicht davon abhalten zu der Musik der Oldie Bands "Die Grafen" (Foto), "Night Trains" und der "Leather Brothers" kräftig abzurocken. So ist es kein Wunder, dass die nächste Oldie-Night schon in der Planung steckt. (Foto: Veranstalter)

 

Hagener Wochenkurier 11.11. 2010 Anna Linne

Rocken bis die Knochen knacken

Oldie-Nacht für „Oldtimer“

Nach der letzten Oldie-Night in den Könneker-Autohallen vor einem Jahr präsentierten sich die Grafen nach ihrem Auftritt erschöpft, aber glücklich: (v.l.) Humphry Vollmer, Dietmar Brendel, Michael (Mick) Kochanski, Helmut Wockelmann und Edgar Hüber. Bis in den frühen Morgen hinein hatten die fünf Musiker ihr Bestes gegeben, um aus der ersten Oldie-Party ein unvergessliches Erlebnis zu machen.  (Foto: wochenkurier)

Haspe. (anna) Was im letzten Jahr als kleiner Versuchsballon gestartet wurde, soll aufgrund des großen Erfolges bald erneut entfesselt werden. Es geht um die Oldie-Night, die der ehemalige Automobil-Verkäufer Helmut Wockelmann in den Hallen des Autohauses Könneker in der Berliner Straße organisiert hatte. Die Veranstaltung mit drei bekannten Oldie-Bands fand einen solch großen Zuspruch, dass Helmut Wockelmann dieses außergewöhnliche Ereignis unbedingt wiederholen will.

„Und es soll wieder eine ganz besondere Sause werden, die zweite Autohaus-Oldie-Night am Samstag, 13. Oktober, ab 17.30 Uhr, und vor allem soll sie die ältere Generation ansprechen,“ beabsichtigt Veranstalter Wockelmann, ältestes Mitglied, Gitarrist und Sänger der Oldie-Band „Die Grafen“. Er weiß, dass er mit seiner Musik-Auswahl erneut den richtigen Geschmack treffen wird, denn außer seiner eigenen Grafen-Band gehen wieder die „Leather Brothers“ und „Night Train“ an den Start: Hits der 50er, 60er und 70er Jahre, aber auch neuere Songs bilden den Schwerpunkt des Konzerts, das neben heißer Musik und erfrischenden Getränken auch Deftiges vom Grill oder Antipasti für Italienfreunde zu bieten hat.
Für ältere Menschen

Dass die Resonanz auf die letzte Oldienacht so außergewöhnlich hoch war, schiebt Wockelmann auf ein mangelndes Angebot in Hagen. „Es gibt kaum oder gar keine Veranstaltungen für uns ältere Menschen, auf denen man so viel Spaß haben und so gute Musik hören kann wie bei unserer Oldie-Night“, weiß Wockelmann. „Im letzten Jahr haben die Besucher bis in den frühen Morgen hinein getanzt und der Musik gelauscht. Mit so einem Besucheransturm habe ich nicht gerechnet.“

So werden die Hallen des Autohauses an der Berliner Straße 19 vor dem 13. November wieder von ihrer normalen Nutzung befreit, die Pkw werden geräumt und das große Ereignis vorbereitet. Hier darf jeder „Oldtimer“ mal wieder richtig abrocken. Allerdings gibt es für ältere Semester, die nicht mehr gut zu Fuß sind, jede Menge bequeme Sitzgelegenheiten.
Grafen und Night-Train

„Die Grafen“, die auf eine 47-jährige Bandgeschichte zurückblicken können, werden an diesem Abend wieder mit großer Spielfreude ihr breitgefächertes Grafen-Repertoire zum Besten geben. Man darf gespannt sein.

Mit „Night-Train“ geht eine fünfköpfige Oldie-Band an den Start, die sich haupsächlich der Musik der 70-er Jahre verschrieben hat. Sie spielt aber auch aktuellere Stücke und macht richtig gute Tanzmucke. Fünf ältere Herren, die es musikalisch einfach drauf haben, werden sich bei der Oldie-Night die Ehre geben.
Leather Brothers

Die „Leather Brothers“, die 2008 ihr Bühnencomeback feierten, versorgten in den 60er-Jahren die Hagener Jugend mit Beatmusik aus London und Amerika. Bis 1969 machte die fünköpfige Gruppe die Region musikalisch unsicher. Nun zeigen die inzwischen etwas älter gewordenen zornigen jungen Männer von einst am Samstag, dass sie am Instrument vielen noch etwas vormachen können. Unter anderem kopieren sie Hits von den „Beatles“, „Shadows“, „Lords“, „Kings“ und „Stones – und das wirklich gut.

Der Eintritt für diesen illustren Oldie-Abend, den Helmut Wockelmann moderiert, ist mit 11 Euro (Abendkasse 13 Euro) durchaus erschwinglich.

 

 

Hagener Wochenkurier 28.08 2010 Anna Linne

Hagens Musikszene in den 60ern

Dietmar Brendel schrieb Buch über Beat

Der Schlagzeuger Dietmar Brendel hat die Zeit der Beatmusik hautnah miterlebt und war als Musiker immer aktiv dabei. Nach fast fünfjähriger Recherche hat der 62-Jährige nun ein Buch veröffentlicht, in dem er die Beat-Ära in Hagen zwischen 1962 und 1969 eindrucksvoll dokumentiert. (Foto: Anna Linne)
Hagen. (anna) Skeptische Blicke und mahnende Worte ihrer Eltern konnten sie nicht abhalten. Hagens Jugend emanzipierte sich in den 60ern im Takt der Beat-Musik. Viele Bands, die damals in Hagens Kellern die heißen Rhythmen probierten, hatten daran großen Anteil. Die 60er: in und um Hagen änderte sich vieles: Junge Männer trugen ihre Haare plötzlich länger und mit ihrem Kleidungsstil wollte die junge Generation so gar nicht in die Fußstapfen ihrer Eltern passen, die die Beat-Musik verachteten, manchmal sogar verboten. Einige Jugendliche mussten ihre Schallplatten heimlich hören. Dieser von vielen älteren Menschen verpönte und häufig als „Hottentotten- oder Affenmusik“ bezeichnete neue Musikstil nannte sich Beatmusik und wurde durch Gruppen wie Beatles, Rolling Stones, Animals oder Kinks sehr schnell populär und natürlich auf allen Radiosendern gespielt. Die damalige Jugend ließ sich nicht einschüchtern. Die Beat-Musik diente ihr als Ventil, wurde fast zu einer Bewegung. In der Folge schossen im gesamten Bundesgebiet neue Bands aus dem Boden, um es ihren Idolen gleichzutun. So gab es in Dortmund, in der Beatstadt Nummer Eins in Nordrhein-Westfalen mindestens 60 Bands. Doch auch in Hagen feierte die Beatwelle Hochkonjunktur. Bis zu 40 Gruppen spielten in Kneipen, Jugendheimen, Sälen und Kneipen, denn Auftrittsmöglichkeiten gab es in der Volmestadt mehr als genug. Zu dieser Musikszene gehörte auch der Hagener Dietmar Brendel, der sich seit seinem 16. Lebensjahr autodidaktisch als Drummer betätigte. Der heute 62-Jährige, der immer in irgendwelchen Bands spielte, ist seit 1995 festes Bandmitglied bei der Oldieband „Die Grafen“. Auch Brendel war damals fasziniert vom neuen Musikstil, der sein Leben vielleicht prägte, denn fortan spielte er immer in irgendwelchen Bands: Nach dem er sich autodidaktisch das Schlagzeugspielen beigebracht hatte, trommelte er bei der Beatband „The Danger Group“ und der Beat- und Tanzcombo „Four Floridas“. Anfang der Siebziger machte Brendel mit der Tanz- und Showband „Sound Set“ 19 Jahre lang Tanzmusik. Von 1995 bis 2000 spielte er bei der Oldieband „Les Clochards“, bevor er schließlich durch den „Grafen“ Helmut Wockelmann bei den Grafen- Oldies landete. Der Junge von der Boeler Straße sah im Westfalenhof am Emilienplatz die erste Beat-Band und war erschlagen vom tollen Sound. „Es waren nur drei Leute, und die machten Musik, die mich umhaute, einfach grandios.“ Sein Interesse fürs Schlagzeugspielen war geweckt. „Als 16-Jähriger lief ich dann oft stolz mit ’Sticks’ (Schlagstöcke) durch die Gegend, obwohl ich noch gar kein Schlagzeug hatte“, lacht Brendel heute über sein jugendliches Verhalten. Doch Brendel lernte schnell und schon bald spielt er in den ersten Bands. „Auch mein jüngerer Bruder, Rolf Brendel, war damals fasziniert von den Jungs, die im Kohlenkeller musizierten“, berichtet Dietmar Brendel, „ich brachte ihm dann die ersten Grundbegriffe am Schlagzeug bei. Später hat er dann als Schlagzeuger von Nena Karriere gemacht.“ Um diese für die damalige Generation so wichtige, interessante und spannende Zeit nicht Vergessenheit geraten zu lassen, entschloss sich Brendel vor einigen Jahren, diese Zeit zu dokumentieren und in Buchform zu verfassen. Jetzt hat der Schlagzeuger der “Grafen“ ein fast 200-Seiten-starkes Buch auf den Markt gebracht, in dem er die Hagener Beat-Szene in den Jahren 1962 bis 1969 aufgearbeitet hat. Fast fünf Jahre lang hat der Musiker gesammelt und geforscht. „Ich habe umfangreich recherchiert, zahlreiche Telefonate und Gespräche geführt, und mit vielen ehemaligen Musikern Erinnerungen ausgetauscht“, beschreibt Dietmar Brendel seine Vorgehensweise. „Mittlerweile habe ich ein umfangreiches Archiv mit Hunderten von Fotos, Zeitungsausschnitten, Plakaten, Flyern und vielem mehr zusammengetragen.“ Heraus kam eine bedeutende kulturhistorische Dokumentation über die Beat-Ära in der Volmestadt – eben Nostalgie pur. Alle Bands aus Hagen, die noch irgendwie erreichbar waren, sind in dem Buch aufgelistet, abgebildet und ihr Werdegang beschrieben. Darüber hinaus gibt es kleine Episoden von Ehemaligen, Memorabilien wie Instrumente, Equipment und jede Menge Fotos. „Einige Bandbeschreibungen fallen allerdings sehr spärlich aus“, bedauert Brendel, „es war einfach nicht mehr Information zu bekommen. Teils hatten die Musiker Hagen verlassen, waren verstorben oder einfach nicht mehr auffindbar.“ „Natürlich hatte ich viele Freunde und Bekannte, die mir beim Recherchieren und Verlegen des Buches geholfen haben. Dafür möchte ich mich noch einmal herzlich bedanken. Weiterhin ist Brendel dankbar für jedes Material, was es aus dieser Zeit noch gibt, egal ob Fotos von Musikgruppen, Zeitungsartikel oder vielleicht sogar Filmaufnahmen. „Es spricht ja nichts dagegen, das Buch irgendwann einmal zu ergänzen. “Beat in Hagen“, das einzigartige Buch über die Hagener Beatszene in der Zeit von 1962 bis 1969 mit fast 200 Seiten, 200 Fotos und 65 Farbseiten kann man unter der E-Mail-Adresse stroke-roll01@versanet.de zum Preis von 24,50 Euro bestellen. Viel Spaß beim Lesen

 

 

Der Westen Hagen, 19.10.2009, Desiree Backhaus

Oldie-Night im Autohaus

Am Samstagabend fand im Autohaus Könneker die Oldienight statt. Foto: Florian Hückelheim
Haspe. Zur Oldie-Night ins Autohaus Könneker kamen mehr als 300 Besucher. So voll war das Autohaus Könneker in Haspe wohl schon lange nicht mehr: Am Samstagabend sangen, tanzten und feierten dort mehr als 300 Leute zu Rock'n'Roll und Beatmusik. Für viele im Publikum war das Konzert eine Reise in die eigene Vergangenheit. Wo können 60-Jährige hingehen, wenn sie ihre Musik hören wollen? „In Hagen gibt es für dieses Publikum einfach kaum Angebote”, stellte Helmut Wockelmann fest. Deshalb organisierte der Angestellte des Autohauses, der zugleich Gitarrist der Iserlohner Band „Die Grafen” ist, die erste Oldie-Night im Autohaus Könneker. Künftig jedes Jahr Der Erfolg gab Wockelmann recht: „Der Bedarf für so eine Veranstaltung ist da.” Und als der Gitarrist von der Bühne aus verkündete, dass diese Veranstaltung künftig jedes Jahr stattfinden werde, jubelten die Gäste vor Freude. „Ich finde es toll. So etwas sollte viel öfter stattfinden”, sagte Hiltrud Fuchs. „Wenn ich diese Musik höre, kommen Erinnerungen an meine Jugend hoch und die Zeit, als ich meinen Mann kennengelernt habe.” Auch Wolfgang Schulte schwelgte bei der Musik in Gedanken: „Da erinnert man sich plötzlich an längst vergessen geglaubte Sachen.” Am Samstagabend fand im Autohaus Könneker die Oldienight statt. Foto: Florian Hückelheim Am Samstagabend fand im Autohaus Könneker die Oldienight statt. Foto: Florian Hückelheim Foto: WP Schulte ist begeisterter Rock'n'Roll Fan: „Das ist noch ehrliche Musik. Da wird mit Bass und Schlagzeug gespielt und nicht mit einem Syntheziser dran rumgedreht.” Die Grafen Schon vor dem Auftritt der Grafen - für viele im Publikum das Highlight der Oldie Night - drängten sich die musikbegeisterten Zuschauer auf die Tanzfläche. Die „Leather Brothers” legten mit ihrer Musik den Grundstein für die gute Stimmung. Die Band „Sound Set”, die sich noch spontan angemeldet hatte, heizte mit ihren Songs aus den 60ern und 70ern das Publikum weiter an. Bei „Night Trains” Interpretationen von „I'm a believer” oder „Rocking all over the world” sang und tanzte dann fast die ganze Halle mit. Und als die Grafen die Bühne betraten, mussten sie das Publikum nicht mehr motivieren und animieren. Die Chemie zwischen Band und den oft schon langjährigen Fans stimmte sofort. Mit Songs der Beatles oder der Rolling Stones wurde noch bis in die Nacht gefeiert.

 

 

"Der Westen" Letmathe 24. April 2009, Stefan Janke

 

Kontakt mit Jürgen Drews brachte Einstieg bei Les Humphries Reunion

 

Wenn Moderatorin Carmen Nebel in ihrer nächsten großen ZDF-Show die „Les Humphries Singers Reunion” begrüßt, dann wird vielen Letmathern ein Gesicht in der Gruppe doch sehr bekannt vorkommen.
Denn in der Tat: Der große Blonde, der dann mit seinen international bunt gemixten Sangeskollegen über die Bühne fegt, ist Jay Jay van Hagen - bei uns besser bekannt unter seinem bürgerlichen Namen Jens Justi, der hierzulande zuletzt mit der Oldieband „Die Grafen” auf Tour war.

Jens Justi alias Jay Jay van Hagen beim Rocksommer 2005 im Iserlohner Barendorf. Foto: Wronski/IKZ (IKZ) Jens Justi alias Jay Jay van Hagen beim Rocksommer 2005 im Iserlohner Barendorf. Foto: Wronski/IKZ Seit gut zehn Jahren hat Jens Justi seine berufliche und private Heimat auf Mallorca gefunden. Dort lebt er gemeinsam mit seiner Familie mitten in der Hauptstadt Palma in einer Altstadt-Wohnung und arbeitet an seiner Karriere. Und die entwickelt sich gerade so ganz nach dem Geschmack des 1963 in Letmathe geborenen Sängers. Den neben der „Les Humphries Singers Reunion” starten für Jay Jay Anfang Mai noch zwei weitere exklusive Bühnenproduktionen im Show-Restaurant „Es Fuguero”. „In einer Elvis-Show bin ich für den Chor engagiert, und als Solo-Sänger trete ich in einer 80er-Show auf”, freut sich der 45-Jährige über die interessanten musikalischen Herausforderungen auf der Insel.

Und die gab es in seiner bisherigen Laufbahn schon reichlich. So, als er für Dieter Bohlen einen S.-Oliver-Werbespot, den Titelsong für Ronja Räubertochter in der Balver Höhle oder auf Partys von Franz Beckenbauer und Boris Becker sang. Für seinen Ausflug in die Rockmusik erhielt er sogar einen Preis beim Ruhr-Rock-Festival. Seine künstlerische Vielseitigkeit konnte Jens Justi in seinen gut 30 Bühnenjahren also mehr als einmal beweisen.

Seinen guten und über die Jahre gewachsenen Kontakte zur vielfältigen Musik-Szene auf der Sonneninsel hat es Jens Justi auch zu verdanken, das der Kontakt zu Jürgen Drews und den anderen Sängerinnen und Sängern des Les-Humphries-Revivals zustande kam. „Willi Meyer, der auch das neue Album produziert hat, suchte vor gut zwei Jahren einen Studiosänger, der für eine TV-Produktion „Mama Loo” singen sollte. Die Aufnahmen mit mir gefielen ihm so gut, dass er meinte, ich würde doch bestens in die geplante Reunion der Band passen”, erinnert sich der Sänger. Gefeilt worden war schon längere Zeit an dem Projekt, dessen Idee ursprünglich bei einer Art „Klassentreffen” der „echten” Singers enstanden war. „Mandy Kunze, ein alter Fan der Gruppe, hatte dieses Treffen damals organisiert und den Stein ins Rollen gebracht”, erzählt Jens Justi.

Was zunächst mit ein paar kleineren Fernseh-Auftritten in Spanien begann, schwappte schließlich auch nach Deutschland. Der Pop-Chor war zu Gast im NDR, sang bei der „Ultimativen Chartshow” für Oliver Geissen und seine Zuschauer sowie bei Hugo Egon Balders „Hit-Giganten”. Und damit wurde die TV- und Musikproduktions-Gesellschaft „Maxi Media” auf die Nachfolger des seinerzeit mit 45 Millionen verkauften Platten erfolgreichsten Chores des Welt aufmerksam. „Dann ging alles sehr schnell. Wir sind jetzt beim Plattenlabel Universal unter Vertrag, und Maxi Media kennt zur Zeit nur ein Ziel für uns: Es soll das Comeback des Jahres werden”, sagt Jay Jay van Hagen.

Ach so: Mit „Onkel Jürgen” kommt Jens Justi bestens klar: „Drews ist eigentlich ein ganz konzentriert arbeitender und meist ganz ruhiger Kerl. Es sei denn, er sieht irgendwo eine Kamera. . .”.

 

 

WR-Letmathe Mittwoch, 02. Mai 2007

 

250 Gäste waren im "Oldie-Fieber"
Die "Grafen" mit ihrem Sänger Jens Justi spielten bei der Super-Mai-Nacht-Fete die bekanntesten Hits aus den 50er und 60er Jahren. Foto: Hofbauer
Letmathe. (kat) Partystimmung, tolle Musik und Getränke - da kann man sehr gut in den Mai hineintanzen. Auf diese Weise begrüßten etwa 250 Gäste im Saalbau den Wonnemonat: Sie nahmen an der "Super-Mai-Nacht-Fete", einer Oldienacht im Saalbau, teil.

 

Zunächst heizte die neu gegründete Oldie-Formation "Greyhound Six" um den "Alt-Grafen" Robby Trinn dem Publikum ein, mehr als 90 Minuten lang spielten sie Hits der 50er und 60er auf der Saalbau-Bühne. Über eine Stunde lang sorgte im Anschluss die nach eigenen Angaben wohl dienstälteste Beatband Deutschlands, die 1965 in Iserlohn gegründeten "Grafen" für Stimmung. Die gut gekleideten Herren spielten ebenfalls vor allem Variationen bekannter Hits aus den 50ern und 60ern. Und schließlich trat "Fireball" auf, eine Band, die just an dem Tag ihr 15-jähriges Bühnenjubiläum feierte.

 

 

WR Montag, 14. März 2005

Mit den Grafen auf der "Route 66"

Auch nach 40 Jahren geben die Grafen immer noch ordentlich Gas auf der Bühne. Sänger Jens Justi (li.) und Stefan Breuer (re.) feierten zusammen mit den Bandkollegen ein feines Jubiläumskonzert im Tor 2. (WR-Bild: Jürgen Theobald)

Eilpe. (tn) Die Grafen, eine der dienstältesten Oldie-und Beat-Bands Deutschlands feiern in diesem Jahr ihr 40-jähriges Bandjubiläum. Zusammen mit knapp 100 Fans und Freunden swingten die Grafen am Freitagabend im Eilper Tor 2.

Frisch und munter, keineswegs alt und vergraut, präsentierten sich die Altrocker in der Eilper Kulturstätte. Mit ihrem Repertoire von Chuck Berry Klassikern und Evergreens der Rolling Stones bringen die Grafen ihre Fans seit Jahren in Tanzlaune.

Seit 40 Jahren? Eigentlich nicht. Zwar gründeten sich die Musiker 1965 in der Iserlohner Kneipe Käbbelmann, aber nach nur einem Jahr waren die musikalischen Pläne der Jungs ad acta gelegt. "Danach war erst mal tote Hose", berichtet Gitarist und dienstältestes Bandmitglied Helmut Wockelmann. Bis 1987 dann, mit dem starken Aufflackern der Oldiewelle, kam es zur Reunion der Musiker.

Personell deutlich verjüngt feierten die Grafen nun ihre erfolgreichste Zeit. "Wir haben mit Dave Dee, Marmelade und Hot Chocolate zusammengespielt", erinnert sich Wockelmann an die bleibendsten Eindrücke. Aber auch intimere Auftritte wie Oldie-Nächte in der Hagener Stadthalle sind dem Gitaristen noch in guter Erinnerung.

Daher verwundert es auch nicht, dass sich die Grafen das Tor 2 für ihr "Jubiläum" ausgesucht haben. Nach verhaltenem Beginn wurden die Tanzbeine der Gäste mit zunehmender Spieldauer immer munterer, und am Ende swingte jede Menge Oldie-Freunde zu den Beats des Sextetts. "Wir bringen die Leute immer wieder zum Tanzen", strahlte Wockelmann über den gelungenen Abend.

Dass mit Robby Trinn an der Mundharmonika nur noch ein Mitglied der "ursprünglichen" Band auf der Bühne stand und das auch nur als Gast, tat der guten Stimmung unter den Gästen keinen Abbruch.

 

Ein „fürstlich“-fröhliches Frühstück:
Gäste riß es von den Sitzen

 

Hagen (eire) ,,Wer hätte gedacht, daß unsere Gäste während des piccolo-Frühstücks auch das Tanzbein schwingen wollen", freute sich ein staunender Otto Marscheider am vergangenen Sonntag beim allmonatlichen musikalischen ,,Schlemmen" im TOR 2 Tatsächlich war es den ,Grafen" als erster Band gelungen, die Frühstücks-Gemeinde  auf  eine kleine schnell geschaffene Tanzfläche vor die Bühne zu locken. wo sie ihre gerade frischerworbenen Kalorien gleich wieder „abrockten“. Bis zur Pause nahm das Frühstück seinen gewohnten sonntäglichen Verlauf. Das Publikum labte sich an den Leckereien, die am Buffet  aufgebaut  waren  und lauschte den Songs der Oldie-Band aus dem Sauerland. Mit einer pyrotechnischen Einlage traten die Grafen zur zweiten Runde an und stürmten gleich los mit Van Morrisons „Wild Thing“ und ,,Keep On Running“. Das Publikum schob Tische und Stühle beiseite und sorgte für ein Novum, das es in der mittlerweile schon einjährigen Geschichte des ,,piccolos" noch nie gab. Die Gäste rockten ab und stimmten lautstark in die Songs der Sixties ein.

„Die Grafen“, die schon Mitte der 60er Jahre mit den legendären ,,Lords" durch das Sauerland zogen, haben auch bei ihrem Auftritt in der Kult(ur)fabrik gezeigt, daß sie mit dem Publikum umzugehen verstehen. Jens Justi überzeugte durch seine erstklassige Stimme und heizte den Frühstücklern ordentlich ein. Die selbsternannten Aristokraten hatten ihren fürstlichen Spaß und hielten ihre Fans mit Songs von den Stones, Beatels, und Kinks auf den Tanzbeinen. Selbst als sie um ,,High Noon" herum zu einem Schwoof aufspielten, wichen die Begeisterten nicht. Nach drei Stunden hervorragender Musik und etlichen Zugaben  durften  die  Grafen schließlich die Bühne räumen.
Genau ein Jahr nachdem Otto Marscheider und der wochenkurier zum ersten Mal zum piccolo-Frühstück mit Musik ins TOR 2 geladen hatten, hat die morgendliche Veranstaltung nichts an ihrer Beliebtheit eingebüßt. Zum wiederholten Male zierte die schwere Eisentür ein Zettel. mit der Aufschrift ,,ausverkauft". - „Wenn ich bedenke, daß ich eigentlich nur mit vier, fünf Veranstaltungen dieser Art gerechnet habe...“, lacht Otto Marscheider.

 

 

 

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